Städte in China stimmen mich nachdenklich

Neulich habe ich mit meinem Partner eine wunderbare Wanderung durch das schöne Eyachtal gemacht. Hier und da naschen wir von den Kräutern, die uns begegnen. Besonders im Spätsommer bzw. Richtung Herbst wächst einer meiner Lieblingspflanzen. Der pflanzliche „Immigrant“ das indische Springkraut. Dessen Samen sind ein leckerer und gesunder Snack auf jeder Tour.

Nichtsahnend kommen einige Chinesen auf uns zu gerannt und fuchteln mit Händen und Füßen vor uns herum. Ihr deutscher Freund kam ihnen gleich hinterher und klärte uns auf, dass die Chinesen so begeistert von unserer Natur wären. Sie haben das in Ihrer Heimat nicht, weil da nur noch Hochhäuser stehen und der Bezug zur Natur völlig untergegangen ist.
Freudig habe ich Ihnen meine Tasche gezeigt, die voll mit Kunigundenkraut und einigen Goldmaronen war, die sich entlang unseres bisherigen Weges gezeigt haben.

Unsere neuen Freunde konnten nicht fassen das es Menschen gibt, die im Wald herum spazieren, Kräuter sammeln und auch noch Pilze finden, die abends im Kochtopf landen.

Es war eine schöne aber denkwürdige Begegnung. Für mich wäre das ein wahrgewordener Albtraum, zwischen Hochhäusern zu leben. Apfelbäume als ein Wunder zu betrachten und Kräutersammler eher auf dem Mond zu suchen als mitten auf der Erde.

Danke, dass ich das Erleben durfte. Es erfüllt mich, macht mich dankbar und auch ehrfürchtig vor der Natur. Ich weiß, dass wir in der Fülle leben. Besonders der Herbst bringt uns so viel Nahrung. Und glauben Sie mir … eine Pfanne voller Pilze angereichert mit Samen vom Bärenklau und Engelwurz … was Besseres werden Sie in keinem Sternelokal bekommen.

In diesem Sinne … ich freue mich, wenn ich Sie das nächste Mal auf einer meiner Kräuterwanderungen begrüßen darf!

https://www.es-gibt-kein-unkraut.de/kraeuterwanderung/

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